GESCHICHTE

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Schon vor Jahrtausenden machte sich der Mensch Gedanken über die Körperhygiene und die Entfernung von Körperhaaren. Frühere Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten beschäftigten sich bereits 4000 bis 3000 v. Chr. mit der persönlichen Hygiene und der Haarentfernung. Haarlose Körper galten als Schönheitsideal. Auch die Entfernung der Schamhaare und die Intimhygiene genossen bereits einen hohen Stellenwert, da schon damals bekannt war, dass die Haarentfernung neben der Ästhetik auch einen unmittelbaren Einfluss auf die Hygiene hat. Man war sich bewusst, dass es ohne Haare am Körper für Parasiten, Läuse oder Milben schwerer ist sich festzusetzen, wodurch sich Krankheiten weniger verbreiten konnten.

 

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Die persönliche Körperhygiene war bereits im antiken Rom ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Diverse Einrichtungen zum Baden, zur Massage, Frisieren, Schminken oder für Ölungen waren üblich und von der Bevölkerung auch erwünscht. Öffentliche und private Toiletten inkl. anschliessender Reinigung mit Schwämmen waren genauso selbstverständlich, wie die strukturierten Abwasserleitungen aus der Stadt hinaus. Insbesondere körperliche Unreinheit im Zusammenhang mit Sexualität wurde verabscheut. Viele Bordelle verfügten über eigene Wasseranschlüsse und die Hygiene war unter den römischen Prostituierten ein entscheidendes Element der Kundenbindung.

 

600

Seit der Entstehung im 7. Jhr. wird im Islam sehr grossen Wert auf körperliche Hygiene gelegt. Von der Toilettenbenutzung, über die Reinigung nach sexuellen Kontakten und der rituellen Beschneidung bis hin zur Entfernung von Körperhaaren, insbesondere der Schamhaare, existierten klare Vorschriften, welche bis heute anhalten. Körperliche und rituelle Reinheit haben seit der Entstehung dieser Kultur einen sehr hohen Stellenwert. Aber auch in anderen Kulturen und Regionen verbreitete sich das Waschen mit Wasser und Seife im Mittelalter (6. – 15. Jhr.) immer weiter und wurde zum festen Bestandteil der körperlichen Hygiene.

 

1600

Obwohl die Menschheit und viele Kulturen sich bereits sehr früh intensiv mit der körperlichen Hygiene auseinandersetzte, folgte kurz nach der Renaissance ein entgegengesetzter Trend. Es wurde davon ausgegangen, dass Wasser auf der Haut Krankheiten übertragen würde, was dazu führte, dass das Waschen mit Wasser, Baden und die allgemeine Körperpflege und –hygiene in Europa zunehmend vernachlässigt wurde. An Stelle von Wasser und Seife trat ein übertriebener Verbrauch von Parfum. Dies hatte natürlich auch einen unmittelbaren Einfluss auf die Sexualhygiene. Das Kondom zum Schutz vor Schwangerschaft war zwar bereits erfunden, bot jedoch keinen Schutz gegen Geschlechtskrankheiten. Insbesondere Syphilis verbreitete sich rasend schnell.

 

1700

Anfang des 18. Jhr. wurde im Zusammenhang mit dem Sonnenkönig Ludwig XV die Rasur der Schamhaare wieder sehr populär. Dies zeigt sich auch in zahlreichen Gemälden dieser Zeit. Es entwickelte sich vor allem bei Frauen zum absoluten Schönheitsideal, da dadurch ein jugendliches und fast schon kindliches Aussehen vorgetäuscht werden sollte. Dies war auch der Grund weshalb zunehmend ältere Frauen sich die Intimbehaarung rasierten.

 

1875

Der Augenarzt Charles E.Michels entfernt Augenwimpern mit Hilfe von galvanischem Strom. (Elektrolyse). Der Grundstock zur Haarentfernung durch Strom war gelegt.

 

1895

Der erste Rasierer mit Wegwerfklingen kommt auf den Markt.

 

1900

Private Toiletten und Bäder blieben bis spät ins 19. Jhr. lediglich der Oberschicht vorbehalten. Es wird davon ausgegangen, dass sich in Europa die Leute im Mittelalter öfter gewaschen haben als die im 19. Jhr. Bedeutung und Verbreitung sanitärer Einrichtungen im heutigen Stil kam erst im 19. und 20. Jhr. auf, als entdeckt wurde, dass sich Cholera über mit Kot kontaminiertes Wasser überträgt. Unterstützt wurde diese Entwicklung dadurch, dass sich in der Gesellschaft die Vorstellung durchsetzte, dass der Toilettengang und die Intimreinigung so privat wie nur möglich ablaufen sollte.

 

1915

Der erste Rasierer speziell für die Frau kommt auf den Markt.

 

1920

Die Aufklärung in Sachen Sexualhygiene, Intimhygiene, Pflege der Genitalien bekommt immer mehr Aufwind. Diverse Interessensgemeinschaften setzten sich immer stärker für den freien Zugang von Mitteln zur Schwangerschaftsverhütung und Schwangerschaftsabbrüchen ein.

 

1931

Der amerikanische Arzt Earle Cleveland Haas erfindet den Tampon.

Jacob Schick erfindet den ersten elektrischen Rasierer.

 

1940

Das erste chemische Enthaarungsmittel kommt auf den Markt.

 

1950

Im März 1950 wird der erste Tampon in Deutschland verkauft, eine zehner Packung für 95 Pfennige.

 

1970

Haare liegen im Trend und zwar überall. Schamlippen sichtbar und unbehaart zu zeigen war ein absolutes Tabu.

 

1990

Nachdem zuerst mit dem Revival des Bikinis die Rasur der Bikinizone immer grössere Verbreitung fand, kam Ende des 20. Jhr. die Intimrasur (wieder) zunehmend in Mode, auch begleitet vom Aufkommen des Freikörperkults (FKK).

 

2000

Im 21. Jhr. gewinnt die Intimrasur und in diesem Zusammenhang auch die Intimhygiene und -pflege immer mehr an Popularität. Anfangs noch eher als Tabu Thema behandelt, wird immer öfters und offener darüber gesprochen. Neben dem richtigen Umgang mit dem Intimbereich wird auch zunehmend über Ästhetik und Optik im Intimbereich berichtet. Ausdrücke wie «Hollywood-Style» (komplett nackt im Schritt), «Brazilian Cut» (ein schmaler Streifen bleibt) oder «Bikini Cut» (die Ränder vom Schamdreieck verschwinden) verbreiten sich. Frisuren im Intimbereich werden immer mehr zum Trend. Unterschiedliche Rasurmethoden und damit verbundene Vor- und Nachteile werden immer breiter diskutiert.

Höhepunkt dieser Entwicklung war sicherlich das Sommerthema 2009 als überall zu lesen war, dass Oscar-Preisträgerin Kate Winslet im Film „Der Vorleser“ bei Nacktszenen ein Schamhaar-Toupet tragen musste. Der Film spielte in den 50er Jahren in Deutschland und sollte so authentisch wie möglich sein.

Nicht zuletzt diese Meldung gab Anlass zu diversen redaktionellen Beiträgen, Umfragen und repräsentativen Studien. Die Intimrasur und –pflege war klar auf dem Vormarsch, wie deutlich aus diversen Veröffentlichungen hervorgeht. Sogar die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) veröffentlichte dazu eine Studie. Egal ob kleines Dreieck, schmaler Strich, extravagante Formen oder ganz glatt rasiert, Intimrasur und -pflege sind heute ein mehrheitlich selbstverständlicher Teil unserer täglichen Körperhygiene und –pflege.

 

2011

VABELLE – intimatecosmetics präsentiert ein völlig neues und einzigartiges Sortiment für Wohlgefühl im Intimbereich. Rund um das Thema INTIMATE WELLBEING wird mit innovativen Produkten in den Kategorien INTIMATE CLEAN (Reinigung & Rasur), INTIMATE CARE (Pflege) und INTIMATE PLEASURE (Genuss) sämtlichen Dimensionen des Intimbereichs Rechnung getragen.